Die Geschichte einer modernen jungen Katze

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Diese Sekretärin hat die Nase endgültig voll und sie vollführt Schläge der Befreiung! Und Recht hat sie!

NurseDer Chef rief gleich die Betriebskrankenschwester  zwecks Beruhigungsspritze

Unbenannt - 7Die kam direkt von einem ausgeflippten Strandurlaub zurück

Unbenannt - 26wo sie sich promt in einen stadtbekannten Aufreißer verknallte und deswegen gab sie auch der Sekretärin keine Beruhigungsspritze, sondern verwandelte den Chef in eine Katzenmeerjungfrau

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In eine sehr unattraktive. Er hatte es nicht anders verdient.

Unsere Sekretärin suchte sich einen neuen Job

als verruchtes Weib

Unbenannt - 28Was sie nicht lange durchhielt.

Denn sie war eigentlich sehr romantisch.

Unbenannt - 10Sie wollte nachts bei Mondenschein auf einen Prinzen warten.

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Was auch klappte. Aber er war ein Dornröschen Prinz. Er schlief und schlief und sie träumte weiter. Und das war auch ok . Wer kennt denn schon noch den Unterschied zwischen Sein und Schein.

Unsere Krankenschwester  bekam übrigens ein Kind von dem Aufreißer

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heiratete aber einen anderen.

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Und unsere Sekretärin  träumt sich manchmal in die Zeit zurück

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als sie als wildes Weib auf hohen Absätzen

balancierte

Unbenannt - 12Aber nur wenn ihr wirklich langweilig ist.

Dann kam Weihnachten und sie machte Urlaub mit ihren Freundinnen am Strand.

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Sie überfielen den Weihnachtsmann, fesselten ihn und nahmen ihm die Geschenke weg.

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Unbenannt - 22Und las sie heimkam, war Dornröschen endlich aufgewacht. Aber wer war bloß diese extrem grinsende Frau im Hintergrund?

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Mit dem Geruch von Kaffee verjagt man Affen

affe Mit dem Geruch von Kaffee verjagt man Affen, habe ich neulich geträumt. Im Traum war das ein Zitat von David Bowie. Ob er das wohl mal gesagt, gedacht, geträumt hat?

Dieses Bild habe ich 2003 gemalt. Den Traum hatte ich 2013. Es besteht also gar keine direkte Verbindung zwischen dem Bild und dem Traum. Es kann auch nicht sein, daß die Katzen-Mensch Hybrid Dame auf dem Bild Kaffeparfum träg. Daß sie keinen Kaffee  trinkt, kann man auch klar erkennen. Und daß der Affe nicht gerade verjagt wird, ist auch ersichtlich. Es könnte jedoch sein, daß die Dame gerade überlegt, ob sie einen Kaffee bestellen soll. Aber wenn man genauer hinsieht, bemerkt man, daß sie mit den Gedanken ganz woanders ist und auch ein bischen traurig und verloren. Sie hat gar keine Ahnung, daß sie von einem fröhlichen Affen in Unterhose beobachtet wird. Und wenn man den Affen genau ansieht bemerkt man, daß er besorgt auf die Katzemenschhybriddame schaut. Im Grunde seines Herzens ist er neugierig wie alle Affen. Er findet sie sehr interessant. Schließlich trägt die Dame ja auch Strapse und Stöckelschuhe. Der Affe denkt sich warum nicht mit ihr einen Kaffee trinken? Schließlich trage ich ja heute meine schönen weißen Handschuhe und meine Lieblingsunterhose. Dann passierte etwas Schwerwiegendes. Seit dem ist es tatsächlich so, daß dieser Affe  wirklich keinen Kaffee mehr riechen kann, er gerät sofort in Panik.

Wer wissen möchte, was passiert ist, wer jetzt unheimlich neugierig geworden ist, dem kann ich nur sagen: Ich auch.

Handfeste Tatsachen zu Affen im Zusammenhang mit Kaffee gibt es hier:

http://www.welt.de/print-welt/article489051/Affen-Kaffee-heiss-begehrt.html

Zu meinem Traum mit dem Zitat von David Bowie habe ich nur einen Liedtext gefunden in dem ein Affe vorkommt. Hier der Song: http://www.youtube.com/watch?v=OJpWYaOu7zY

 

Spannende Busfahrt

Meine Tochter und ich sind beide sehr ähnlich in Bezug auf Sonntage. Wobei deutsche Sonntage ganz besonders schlimm sind. Und ehrlich gesagt, bin ich mir sicher, daß das in der Schweiz und Österreich nicht anders ist. Das liegt am Klima. Im Sommer bei Sonnenschein sind Sonntage nicht so schlimm.Aber im Winter, wenn alles grau und kalt ist, ist es furchtbar. Erst mal sind kaum Menschen auf der Strasse, was nicht so schlimm wäre, wenn die Menschen, die auf der Strasse sind, nicht so trostlos aussehen würden. Eingehüllt in Anoraks versuchen sie verzweifelt die Ödnis gut zu finden. Auf dem Weg in den Park, Friedhof oder beim Schaufensterbummel , obwohl die Geschäfte geschlossen sind. Körperlich ist ein Wintersonntag in Deutschland auch nicht gerade der Hit. Meistens fühlt man sich schlapp und müde, alles gepaart mit einer Wehmut über das Leben an sich.

Wir beide wollten gestern dem Sonntag den Kampf ansagen. Der Plan war folgender: Wir steigen in einen beliebigen Bus und fahren bis zur Endstation. Wir halten Augen und Ohren offen und sind bereit für Abenteuer. Wir machten uns also schick, und gingen aus dem Haus. Die Kälte ließ uns sofort an unserem Vorhaben zweifeln.“ Sollen wir wieder zurückgehen?“ fragten wir und gegenseitig nach 20 metern. Wir trotteten weiter und gingen zu einer traurigaussehenden Bushaltestelle. Kein Kunststück, die sehen so aus, weil sie Sonntage auch deprimierend finden. Also stiegen wir einfach in den nächsten Bus ein, und hofften auf das große WOW. Nein, ich übertreibe jetzt ein bischen. Wir hatten auch Kameras dabei und machten ein paar Fotos von unseren Sonntagskriegergesichtern. Die ersten 10 Stationen waren kein Neuland für uns. Danach gings los. Eintritt in die  Spandau Atmosshäre. Spandau kommt von spannend. Rechts und links leben moderne Bauten, die dazu dienen Menschen vor der physischen Kälte zu schützen. Es gibt Heizung und fließendes Wasser. Die Wände in den Wohnungen sind makellos und die Möbel staubfrei. Für manche Menschen wäre das schon sehr erstrebenswert in so einem Wohnkäfig zu leben. Aber sie wissen ja nicht womit das einhergeht. Diese Häuser klagen laut. Sie haben Schmerzen.Die Häuser haben eindeutig Depressionen. Wir schauen desillusioniert aus dem Fenster. Der Hoffnungsschimmer schimmert nicht. Dann wird es wider Erwarten ein bischen hübscher. Wasser und Boote, ein Waldweg. Sollen wir da spazieren gehen? Nein, der Plan war bis zum Ende fahren . Sollte das Ende auch endlos öde sein, fahren wir wieder mit der gleichen Buslienie zurück und steigen dort aus wo es ein wenig netter aussieht.

Die Haltestelle Alt Pichelsdorf, wenn ich mich richtig erinnere, sah ein bischen netter aus. Auf der rechten Seite gibt es einen Park mit tollen Überschwemmungen. Das hat was . Manche Bäume stehen im Wasser. Ich sehe uns schon dort eintauchen in die Magie der Natur und wir treffen einen alten Baum, der uns einen nützlichen weisen Ratschlag gibt.

Wir merkten uns die Haltestellen und fuhren weiter bis zum Ende. An Ödnis kaum zu übertreffen diese Haltestelle. Wir fragten den Busfahrer nach der Haltestelle um wieder zurückzufahren. Ich weiß, normalerweise ist sie auf der anderen Straßenseite, aber aus unerfindlichen Gründen hatte ich da meine Zweifel. Der Busfahrer ließ uns wieder rein, nach 10 Minuten ging es wieder zurück. Alt Picheldorf stiegen wir aus und machten uns auf in das überschwemmte Gebiet. Nach 3 Schritten wussten wir es besser. Es war matschig, es war kalt, wir lassen das mal schön sein. „Dann laß uns doch wenigstens mal kurz zum Fluß gehen.“ Also machten wir uns auf den Weg. Wir überquerten eine Ampel und dann überquerten wir sie wieder zurück und gingen zurück zur Bushaltestelle.Wir gaben auf. Der Sonntag ist nicht zu bezwingen. Er ist der stärkere. Wir müssen noch fünf Minuten an der Bushaltstelle frieren, dann geht es wieder in den warmen Bus. Der warme Bus ist das Highlight unseres Ausflugs. Danke Bus.

In unserer Gegend angekommen kauften wir eine Steinofenpizza bei dem Pizzarestaurant unseres Vertrauens. Während wir auf die Pizza warteten, fotografierten wir uns gegenseitig.

Als wir zu Hause ankamen war die Erleichterung groß. Unsere Kaninchen warteten  unterm Küchentisch und sogar die Kaninchen hatten ein bischen den Sonntagsblues.

Und was haben wir daraus gelernt? Hast du Langeweile, dann mach was noch Langweiligers, dann bist du froh, wenn du zum Langeweileausgangpunkt zurückkommen kannst.

Das erklärt so einiges.

Das war das Wort zum Sonntag.

An einem Montag

Nervtöter

Wenn das Wetter grau und kalter Wind die Finger bläut,

der Mann an so einem Tag den Keller aufräumt und die Frau helfen muß,

der Hausmeister laut im Hof rumwurschtelt,

das Kind die Hausaufgabe nicht versteht,

der Mann nicht lautlos essen kann,

fremde Opas einen mit Stielaugen anglotzen,

aufgetakelte Russinnen laut öffentlich  telefonieren,

Call Center Agenten einem zum Geburtstag gratulieren,

man verzweifelt Kaffee trinkt

man müde ist

die Füße frieren,

was macht Frau dann?

Sich die Haare eindrehen,

jungen Männern auf der Strasse nachpfeifen,

hohe Schuhe anziehen,

Kosmetik im Internet kaufen

noch mehr Kaffee trinken,

extra nicht kochen,

Fingernägel lackieren,

nackt am Fenster stehen

gekauten Kaugummi im Treppenhaus verteilen,

wenn der Hausmeister klingelt , ob man was gesehen hat

bietet man ihm einen Kaugummi an und sagt:“ NÄHHH, echt nicht“

und knallt die Tür zu,

das Radio mitsamt all seinen bescheuerten Sendern in den Papiermüll schmeißen

videos drehen von Leuten die das Radio im Papiermüll finden

Trickdiebkurs belegen, Handys von Russinnen klauen

und alten Leuten in die Tasche schmuggeln……

……

Ohh Mannn, ohhh Mann , mir geht’s echt besser jetzt

Prinz Illegal und das elegante Alien

In diesem Artikel geht es hauptsächlich um die Überschrift. So ist es meistens. So auch hier. Eines Tages war ich in der Stadt und sah dieses an einer  S Bahnhaltestelle.“ Kein Glück “ stand darauf. Und wäre ich damals jünger  gewesen,  hätte ich sofort mein ganzes Leben gescannt und das zufällige Entdecken dieses  verwitterten Plakats sehr depressiv gedeutet. Aber dem war ja glücklicherweise nicht so. Ganz im Gegenteil. Sofort sah ich vor meinem geistigen Auge die anderen Wörter, die auch noch draufgeschrieben waren. Es stand dort im Verborgenen:“ Kein Glück dieser Erde ist groß genug, wie die Erde selbst, die in diesem haust.“

Ein schwer verständlicher Satz. Gerade zu unverständlich.  Philosophisch oder idiotiosch oder einfach andersdimensiontisch. Jedenfalls fand ich dieses Plakat sehr geheimnisvoll und ich bat die kleinen unsichtbaren Helferlein, die ständig um mich rumschwirrten um eine Führung zu dem Sinn dieser Worte, die ich nur erfand.

Ich erfand sie, weil die Anorakträger dieser Welt an diesem Tag in der Überzahl waren, genauso wie die Aufstrebenden mit den eckigen Brillen. Wer mich kennt, weiß genau, was das an labilen Tagen bei mir auslöst.

So führten sie, die unsichtbaren Helferlein mich in eine Stadt, fern der Heimat. Die Stadt war sehr modern. Irgendwas stimmte plötzlich nicht mehr mit meinen Augen, ich sah keine Farben mehr. Ich war gefangen in schwarz weiß. Die schwarze Statue, die ihr auf dem Bild seht, sprach zu mir. Nein , tat sie nicht. Aber trotzdem schien es mir, als wäre sie der Erfinder dieses unverständlichen Satzes: „Kein Glück dieser Erde ist groß genug, wie die Erde selbst, die in diesem haust.“ Und wie aus der Ferne hörte ich ihre Stimme diese Worte flüstern.

„Und so einer verdient eine Statue“, dachte ich mehr entrückt als verzückt und stieg in die S-Bahn

Was hat es denn mit der Überschrift auf sich, mag man sich fragen. Gar nichts, muß es denn?