Puppenspiele

„Oh, Ken!“

„Yes Barbie?“

„Ich fühle mich so komisch!“

„Ich weiß ganz genau was du meinst meine Liebste, ich fühle mich genau so, so leicht wie ein Papierschiffchen.“

„Ja, so unbeschwert und schwerelos!…

Wo ist Skipper eigentlich?“

„Ich weiß nicht. Ist das denn wichtig?“

„Ken, sie ist unsere Tochter! Geh sie bitte suchen!“

“ Ich kann nicht . Ich kann meinen Körper nicht bewegen!“

“ Ich auch nicht!“

“ Skipper! Wo bist du?“

“ Ich bin doch hier!“

„Mami und Papi  fühlen sich su unbeschwert und schwerelos wie …“

“ Zwei Papierschiffchen…“

“ Getragen von Sommerwolkenwellen… .“

“ auf dem Meer der Unendlichkeit…“

„trotzen sie den Stürmen der Finsternis…“

„Oh Barbie!“

„Yes,Ken!“

„Wo ist Skipper! Skipper!“

“ Ich bin doch hier! „

“ Wo denn?“

„Ich schaue Fernsehen und könnt ihr jetzt endlich mal ruhig sein,

ihr total bekloppten Plastikleute!“

…..

LISA! LISA!!! Wo bist du?

„Ich bin hier in meinem Zimmer.“

„Was machst du denn da?“

„Ich spiele doch nur mit meinen Barbies.“

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Chili con Wasser

Scharfes Wasser

für Leckermäulchen

Zubereitung:

Eine alte vertrocknete Chilischote in ein Glas frisches Leitungswasser

2,5 Stunden ziehen lassen

mit Limoneneiswürfeln

eiskalt genießen

PROST!

Prinz Illegal und das elegante Alien

In diesem Artikel geht es hauptsächlich um die Überschrift. So ist es meistens. So auch hier. Eines Tages war ich in der Stadt und sah dieses an einer  S Bahnhaltestelle.“ Kein Glück “ stand darauf. Und wäre ich damals jünger  gewesen,  hätte ich sofort mein ganzes Leben gescannt und das zufällige Entdecken dieses  verwitterten Plakats sehr depressiv gedeutet. Aber dem war ja glücklicherweise nicht so. Ganz im Gegenteil. Sofort sah ich vor meinem geistigen Auge die anderen Wörter, die auch noch draufgeschrieben waren. Es stand dort im Verborgenen:“ Kein Glück dieser Erde ist groß genug, wie die Erde selbst, die in diesem haust.“

Ein schwer verständlicher Satz. Gerade zu unverständlich.  Philosophisch oder idiotiosch oder einfach andersdimensiontisch. Jedenfalls fand ich dieses Plakat sehr geheimnisvoll und ich bat die kleinen unsichtbaren Helferlein, die ständig um mich rumschwirrten um eine Führung zu dem Sinn dieser Worte, die ich nur erfand.

Ich erfand sie, weil die Anorakträger dieser Welt an diesem Tag in der Überzahl waren, genauso wie die Aufstrebenden mit den eckigen Brillen. Wer mich kennt, weiß genau, was das an labilen Tagen bei mir auslöst.

So führten sie, die unsichtbaren Helferlein mich in eine Stadt, fern der Heimat. Die Stadt war sehr modern. Irgendwas stimmte plötzlich nicht mehr mit meinen Augen, ich sah keine Farben mehr. Ich war gefangen in schwarz weiß. Die schwarze Statue, die ihr auf dem Bild seht, sprach zu mir. Nein , tat sie nicht. Aber trotzdem schien es mir, als wäre sie der Erfinder dieses unverständlichen Satzes: „Kein Glück dieser Erde ist groß genug, wie die Erde selbst, die in diesem haust.“ Und wie aus der Ferne hörte ich ihre Stimme diese Worte flüstern.

„Und so einer verdient eine Statue“, dachte ich mehr entrückt als verzückt und stieg in die S-Bahn

Was hat es denn mit der Überschrift auf sich, mag man sich fragen. Gar nichts, muß es denn?

Die Göttin des Wassers

Letztes Jahr im Sommer hatte ich viel Glück. Ich schaffte etwas, was noch nie jemand vor mir geschafft hat. Ich sah die Göttin des Wassers. So hatte ich sie mir nicht allerdings vorgestellt, aber was solls. Jedenfalls erschien sie mir und bat mich inständig ein Foto von ihr zu machen. Ich sagte zu ihr, daß sie mich bitte in meinem Büro anrufen solle für einen Termin,darauf gab sie mir nur einen sehr traurigen Blick und sagte daß sie bald sterben werde und sie wollte, daß die Menschen wissen wie sie aussah. Schulterzuckend gab ich nach und sagte ihr aber gleich, daß sie zwar gut aussehe, aber nicht so wie sich Menschen eine Wassergöttin vorstellen. Daraufhin meinte sie zu mir, daß die Menschen ja sowieso keine Vorstellung von Wassergöttinnen haben, weil sie gar nicht darüber nachdenken. Sie denken nicht darüber nach, wenn jemand ertrinkt, daß es vielleicht etwas mit der Wassergöttin zu tun haben könnte.

Wassergöttinen lösen sich einfach nach 100 Jahren von selber auf und werden in Form von Seetang ans Ufer gespült, der von Vögeln gefressen wird und über dem Meer wieder ausgeschieden wird, wodurch neue Wassergöttinnen entstehen, die sich gegenseitig auffressen bis nur noch eine übrigbleibt, die die nächsten 100 Jahre die Wasser der Welt kontrolliert.

Nach dieser Info war ich glücklich zu hören, daß ihre Herrschaft bald vorbei sein werde, da sie ja reichlich übertrieben hat in letzter Zeit mit ihren Wasserspielen.

Inzwischen hat sie sich aufgelöst und ihre Nachfolgerin sieht der allgemeinen Vorstellung einer Wassergöttin wesentlich ähnlicher. Wir können nur hoffen, daß sie ihren Machthunger  besser in Zaum halten kann als ihren Wahnsinnsappetit.

Die Göttin des Waldes

Hallo!

Du da!

Schau mich bitte an

und zwar eher lang.

Ich weiß über die Zeit,

sie ist schon gewesen und immer noch da.

Das Wispern in deinem Kopf bin ich.

Ich wispere Windgeräusche und Engelsflüstern,

ich schau in deine Seele und höre sie knistern.

Mal bin ich Katze, mal bin ich ein Stein

ich habe alles gesehen, ich kenne dein Sein

Ich bin die Göttin,

wohne im Wald

und schaue dir zu

damals und heute.

Morgen vielleicht

bist du Vergangenheit,die nie vergeht,

denn in mir  lebst du weiter  ewiglich.

 In mir ist alles was ist.

Ich bin die Göttin im Wald

 der Welt.

Ich kenne dich

und wenn du glaubst , daß ich kratze

weil ich grad ausseh wie eine Katze

dann muß ich dir sagen

ich bin auch die Medizin

die die Wunden verweht.

Ich bin die Göttin, die alles versteht.

Und jetzt geh in dein Leben

und

lasse es leben