Vision

Clan Fight in Nordamerika

Wütende, bewaffnete,  kahlköpfige Eierköpfe, die einen Eierkopf mit Haaren jagen. Ein Haus fällt um, es ist Nacht mit einem klaren Sternenhimmel. Ein einsamer Nadelbaum steht unsympathisch rum. Zerbrochens Glas dekoriert die bedrückende Neubausiedlung. Die Mützen der Kahlköpfigen zeugen von einer Clanzugehörigkeit. Die Symbole auf den Mützen sind Dreiecke. Der Flüchtende hat nicht nur Haare, er ist auch geschminkt. Zudem sind auf seiner Mütze runde Symbole und sie hat eine Zierkrempe. Die Jagenden haben Vampirzähne und große Füße. Der Geschminkte hat kleine Füße und keine Zähne. Außerdem erinnern seine Haare an eine Clownperücke. Sind sie hinter ihm her, weil sie ihn skalpieren wollen? Eher unwahrscheinlich. Das Gute an dem Bild ist, daß der Verfolgte schon ganz bald aus dem Bild rauslaufen wird, und damit gerettet ist. Die kahlköpfigen, bewaffneten Eierköpfe können nicht aus dem Bild laufen, weil sie nicht wissen, daß man so was machen kann. Was wird aus Ihnen werden? Und was bedeuten die schwarzen Häuser?

Das werden wir nie erfahren. Aber der Clownshaarige ließ sich einen Körper wachsen und wurde Tänzer in einer Popband.

Die Band jpg

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Berliner Pilzgedicht

Als der Tag anfing

der Nebel in den Bäumen hing

flog der alte Berliner

durch die Äste in den Tod

Berge von alten Berlinern

auf meinem Weg durch die Wände des grauen Morgens

Mein Herz ließ ich zu Hause

meine Zigaretten nahm ich mit

für die viel zu kurze Pause

in der Skelettfabrik

Ein totes Huhn verfängt sich auf dem Fließband

wie gut, daß ich mein Herz zu Hause ließ

denke ich

und huste im Chor

Der Nebel in meinem Kopf

küßt den Nebel der Stadt

Wir brodeln in einem rostigen Topf

und sind des Küssens schon lange satt

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