Die Herrin der Hasen und andere Pinselschwinger

Hallo lesendes Volk,

letzten Samstag hab ich mich in die U-Bahn geschmissen und bin trotz plötzlicher Niedergschlagenheit, bedingt durch frühe Dunkelheit und Novemberbeginn, zu einer Vernissage gegangen. Gut, daß ich es getan habe, sonst wäre mir eine Menge entgangen. Rathaus Neukölln stieg ich aus und kämpfte mich durch Tussitraffic und Mackerstau bis zur Werbellinerstraße. Dort änderte sich die Szene. Ich dachte, jetzt werde ich gleich ermordet, überfallen, vergewaltigt und das alles ohne Versicherung.  Eine dunkle menschenleere Straße, nix mehr übrig von Neonschein und Kaudersprachen, und ewig lang noch dazu. Angekommen bei der Nummer 50 war alles wieder im türkisenen Bereich.

Es wurde Licht und ich sah Menschen. Drinnen angekommen blickte ich mich erst mal nach der Herrin der Hasen um, die mich eingeladen hatte.

Sie befand sich gerade in telepathischer Verbindung mit ihren Häschen, also wartete ich ein wenig und nutzte die Zeit, um sie (un)heimlich zu fotografieren.

Nach 6 Sekunden Hasenandacht, begrüßte ich sie und sie führte mich aufs Feld.

Osterhasen sind nichts dagegen, diese Hasen waren alle reinrassig und adelig. Stolz hoppelten sie, stolz pausierten sie, stolz schnupperten sie.

Britta Tomaschko

Miss Ta

Sie wirkten zerbrechlich, aber dennoch  stark und trotzdem stellte sich Ihre Herrin schützend davor.

Die Häschen flüsterten ihr zu, daß sie doch schon erwachsen sind.  Sie drehte sich um. “ Aber es ist doch wegen dem Jäger“, sagte sie gepresst.

Ich schaute mich um, einen Jäger würde ich zu gerne auch mal fotografieren. Lange brauchte ich nicht zu warten. Ich folgte der Herrin auf ihrem Wachgang, da sah ich ihn. Endlich ein Foto von einem Jägermeister.

Den er auch vielleicht gerade getrunken hatte, denn er schüttelte seinen Kopf wild hin und her, wie ein Hund aus dem Bade. Ich sagte ihr, wenn das ein böser Hasenjäger ist, sind ihre Hasen Butterbrote. Sie sah es ein und konnte den Abend endlich genießen.

Ein Verwandlungskünstler war auch da, er ließ sich bereitwillig von mir mit  einer entgewandeten Nixendame ablichten.

Verwandlungskünstler Manfred Niepel

Dann fragte  er : Kennst du die Farbe Niemand?

Und ich wurde Zeuge einer einmaligen Metamorphose.

Das war noch nicht alles, ehe ich noch den Satz: Hehhh? Was für eine Farbe… aussprechen konnte, hatte er schon wieder seine Farbe gewechselt.

Broken Dishes

Und er hatte sein Magier Gehabe gegen richtig gute Musik getauscht.

Von Klängen begleitet spazierte ich umher und betrachtete die verewigten Pinselstriche.

und ihren Hexenmeister

David von Bassewitz

Hexenmeister David von Bassewitz

Die kraftvollen Werke einer spanischen Schönheit:

Comtessa Diana Moro

Bei Peter Dzogaba  angekommen, verlor ich meine Beherrschung. Das Bild mit der kaputten Waschmaschine in Paris hatte es mir angetan. Ich zückte sofort und  ohne zu zögern mein goldene Kreditkarte und erworb diesen Kunstschatz, den ihr auf dem Bild seht.

Es war ein toller Abend!

Die Hasenherrin und ihr Gefolgsmann lernten sogar noch ein paar Verwandlungstricks.

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2 Gedanken zu “Die Herrin der Hasen und andere Pinselschwinger

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