Magicnetzhaut meets Mark Ruffalo

Gestern hatte ich einen Großauftrag. Na, ja, er war eigentlich nicht groß und ein richtiger Auftrag war es auch nicht und es wurde mir freigestellt, es zu tun oder zu lassen. Lassen tu ich schon genug, also nahm ich an.

Ich mußte um 11 Uhr am Hotel Adlon sein, um, wie der Auftrag lautete , mich unter die wartenden Autogrammjäger und Fans zu mischen. Dort sollte ich dann Fotos  von  Mark Ruffalo und Crew schießen, die dort zu einer Pressekonferenz geladen waren.

So etwas habe ich vorher noch nie gemacht. Fotografieren macht mir  Spaß, aber nicht inmitten von drängenden Fans. Menschknäuel waren mir immer schon ein Greul.

Ich kam 15 Minuten zu spät und es waren null komma null Fans vor dem Eingang vom Adlon.

Der Portier hatte nichts gesehen. Er wußte von nichts, sagte aber, ich solle drinnen fragen. An der Rezeption wurde ich erst einmal ignoriert. Alle wurden sofort bedient, nur ich hatte meinen unsichtbaren Tag.

Letzendlich bekam ich die Information, die ich wollte. Die Pressekonferenz war im ersten Stock.

Die Tür war offen, aber natürlich saß jemand davor mit einer Namensliste. Die Aussichten da reinzukommen, ohne auf der Liste zu stehen waren sehr schlecht. Ich wußte nicht mal wie der Film heißt um den es ging.  Aber probieren kann man’s ja. Zu verlieren habe ich ja eigentlich gar nichts, außer daß es ein bischen peinlich war. Also erzählte ich, daß ich als Ersatz für jemanden komme, der leider verhindert ist. Für welche Agentur arbeitet er? Für gar keine, er ist selbsständig. Aber an welche Zeitung verkauft er die Fotos?

An gar keine , ist für seinen Blog.

Klar war das eine dumme Antwort von mir. Das war so eine Situation in der ich mir wünschte eine abgebrühte Lügnerin zu sein. Ich merkte nämlich, daß ich gar nicht soweit davon entfernt war, doch reinzukommen.

Der Typ zögerte tatsächlich ein bischen, sagte mir dann, daß er das wirklich nicht machen kann. Ich bedankte mich und ging.

Auf dem Weg nach Hause fotografierte ich  unter  anderem einen  Roboter, eine Krähe, ein paar Spatzen, einen Indianer , einen Polizisten, einen Elefanten , ein paar Götter und zwei Löwen.

                                                 

Ich war happy mit meinem unerfülltem Auftrag und freute mich schon darauf an meinen Fotos zu arbeiten und mir neue Geschichten auszudenken.

Zu früh gefreut. Es gab noch eine Vorpremiere  um 20.15 im Odeon in Schöneberg geben würde und Mark Ruffalo dort erscheinen würde.

 Spätestens um 18.30 müsse ich dort sein um einen guten Platz zu bekommen. Als ich um 18.45 dort ankam, war außer einem Fotografen noch niemand da. Der rote Teppich  war sogar noch zusammengefaltet.

Die Zeit verging trotzdem irgendwie, indem ich die Einstellungen der Kamera kontrollierte und meine Umgebung fotografierte. Ich wußte jetzt wie der Film hieß.

THE KIDS ARE ALLRIGHT

Um 19.30 füllte es sich langsam. Um 20.00 wurden die Leute kribbelig. Um 20. 05  kam die schwarze Limousine., auf die sich 80  Pro zent der Anwesenden sofort stürzten. Zögernd folgte ich ihnen, vielleicht klappte es ja mit  einem tollen Ankunftsfoto. Keine Chance.

Also begab ich mich wieder zum roten Teppich, aber irgendwie klappte gar nichts. Als  M . R.   extra für den geladenen Pressefotografen poste, stellte ich mich neben  ihn, aber  mein  Blitz  streikte. Es war so peinlich.

Richtig peinlich!

 So  schlimm auch wieder nicht. Ich gab nicht auf. Ein gutes Foto mußte sein. Nur eines .Nachdem er auf dem roten Teppich allen Autogramme gegeben hatte, ging er rein. Es war Einlaß und Mark stand im Foyer unterhielt sich und trank Bier.  Jetzt hatte ich die Möglichkeit ihn zu fragen, ob ich ihn fotografieren könnte. Ich traute mich bloß nicht. Ich bin nicht nur nicht abgebrüht, ich bin auch noch schüchtern. Also stelllte ich mich wieder neben den Pressefotografen und versuchte auch ein paar Bilder zu erhaschen.

 

Letzendlich nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und fragte ihn, ob er für mich posieren kann.

Mark Ruffulo im Odeon

Er tat es und mein Bitz streikte.  Nicht.

Danach fragte  ich  noch  nach einem Autogramm für meine Tochter.

Er fragte nach ihrem Namen und  schrieb:   To Jane, stay sweet . Und seine Unterschrift natürlich.

DANKESCHÖN MARK !

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s