Partytime

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Seid gegrüßt,

ich werde euch heute von einer interessanten Party erzählen, zu der ich diese Woche eingeladen war.

Ich weiß ja, daß sich in einer großen Stadt so allerhand rumtreibt, aber damit habe ich nicht gerechnet.

Am Besten fange ich mal von vorne an.

Ich bekam eine Einladungskarte.

Normalerweise mag ich ja keine Partys, weiß nie was ich dort machen soll, aber da Live Musik und ein tolles Buffett angekündigt wurde, und ich wirklich einer der wenigen ausgesuchten, eingeladenen Gäste war, beschloß ich hinzugehen.

fotografiert im Museum in Berlin Dahlem( Abteilung Afrika)

Am Eingang stand ein komischer Typ rum.

Er wollte ,daß ich ihn mit reinnehme, ich entschloß mich dagegen, weil er einfach nicht mein Typ war.

Als ich mich wortlos abwandte, murmelte er einen Fluch, da tat er mir leid und ich sagte: „Na gut , wenns denn sein muß.“

Er hatte aber keine Lust mehr, und verfluchte mich munter weiter.

Irgendwie deprimierte mich das ganz kurz, aber was solls ,dachte ich mir,und ging rein.

Im ersten Raum war nichts, bis auf eine Art König, der gemütlich auf seinem Thron saß  und Autorität versprühte. Ich wußte nicht , was ich machen sollte, also verbeugte ich mich einfach .

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Da fiel mein Blick auf seine Schuhe.

„Er war gerade bei seinen Untertanen auf dem Feld und hat ihnen beim Ackerbau geholfen „, krächzte eine Stimme hinter mir.

Erschrocken drehte ich mich um.

Fotografiert bei der Voudo Ausstellung in Berlin Dahlem

Aber da war niemand, nur ein Schatten an der Wand.

Sprechende Schatten und fleißige, volksnahe Könige, das versprach ein außergewöhnlicher Abend zu werden.

Gespannt und mit klopfenden Herzen ging ich in den nächsten Raum.

Das Publikum war bunt gemischt, von Baby bis Uroma war alles vertreten.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Ich wunderte mich ein wenig über die Freizügigkeit der alten Dame,

aber vielleicht war ihr einfach nur zu warm.

Da waren auch ein paar Gäste , die sich sichtbar unwohl fühlten.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Ich glaube es waren Schweden.

Ich hätte sie gerne beruhigt, aber wie?

Irgendwie waren sie auch ein bischen pingelig.

Ich schlenderte weiter und kam ans Buffett.

Es war voll mit exotischen Köstlichkeiten, allerdings war die Deko ein wenig morbide.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Das mußte der Grund sein, warum die Schweden so verängstigt waren.

Ich nahm eine der Flaschen und schenkte mir ordentlich einen ein.

Die Party gefiel mir. Auch freute ich mich auf die angekündigten Live Acts. Eine Girlband und ein Gangstarapper waren angekündigt.

Ich suchte mir ein gemütliches Eckc hen und setzte mich neben einen dicken Mann, mit Baby.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Eine ältere, elegante Dame kam auf mich zu und schaute mich sehr intensiv an.

Dann murmelte sie sie etwas von Handlesen, ich lehnte freundlich ab.

Da nahm sie einfach meine Hand, drehte dann den Kopf zur Seite und starrte entsetzt in die Ferne. Ich wurde sauer und versuchte meine Hand aus ihrem Klammergriff zu befreien. Sie war ungeheuer stark, ich mußte ihr leider einen Tritt verpassen. Sie rief einen Namen und ihr Sohn tauchte auf. Blöder Schlägertyp, aber ich wußte , wie ich mit ihm fertig werde.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Ältester Trick, ich stellte ihm ein Bein.

Dann streckte ich noch die Zunge raus und beschimpfte ihn als Muttersöhnchen.

Gelassen schlenderte ich in den großen Saal, weil es Zeit war für den Gangstarapper.

fotografiert bei Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Eine schöne Moderatorin betrat die Bühne und redete recht geschwollen daher:“ …  ist direkt vom Himmel gefallen…“, dann starrte sie erst mal 2 Minuten nach oben.

Jemand kam auf die Bühne, gab ihr einen Zettel.

Dann sagte  sie , die Girlband komme zuerst, da der Gagstarapper sich nicht so gut fühle.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Ein Murmeln ging durch die Menge.Ein junger Mann neben mir und flüsterte mir zu, daß bekannt war, daß er ein Säufer war und ob ich den Bettler im anderen Raum nicht gesehen habe. Ich bejahte, immerhin hatte ich ihm etwas Kleingeld gegeben.

„Und jetzt kommen die WODKASCHLAMPEN!“, kündigte die Moderatorin die G irlband an.

fotografiert bei der Vodou Ausstellung in Berlin Dahlem

Sie trugen den üblichen Glitzerkram, aber dafür waren ihre Texte alles andere als stubenrein.

Den Text kann ich hier nicht wiedergeben, weil er schmutzig und gewaltätig war. Aber auch witzig und phantasievoll.

Das Lied hieß :  Ich bin alt und versaut

(Wer den kompletten Song Text haben will, kann mich kontaktieren)

fotografiert in Berlin Dahlem (Abteilung Südsee)

Nach ihrem Auftritt kam noch ein Yogi auf die Bühne und schwebte eine Stunde zu Sitarmusik in der Luft.

Danach war ich plötzlich ganz müde und wollte so schnell wie möglich nach Hause.

Ich verabschiedete mich von allen, auch von Muttersöhnchen, der immer noch ein wenig angefressen war und ging zum Ausgang.

Da war ein kleines Kätzchen, das mich herzzereißend anmiaute.

fotografiert in Berlin Dahlem (Abteilung Afrika)

Ich nahm es auf den Arm und entschloß mich, es mit nach Hause zu nehmen.

Ich wünschte, ich hätte es nicht getan, weil sie rasend schnell wächst , obwohl sie nichts ißt.

Wird schon alles gut werden, gerade schnurrt sie ganz lieb.

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